Ernst Frick
1881 – 1956

 

 
Der Urspracheforscher

Als Folge der Entdeckung des keltischen Verteidigungssystems Balla Drum durch Ernst Frick versuchte er die Ursprache zu erforschen.

 

Aus dem Nachruf von Joachim Schroeter:
 
Eine Synthese von Sachkenntnis und Intuition kommt auch in Ernst Fricks langjährigen etymologisch-linguistischen Forschungen zum Ausdruck. Er hatte sich - als Autodidakt - ungewöhnliche Kenntnisse der keltischen Sprachen erworben und hatte - ursprünglich von der Aufnahme der Orts- und Flurnamen besonders im Tessin ausgehend, dann aber auch im ganzen Alpenraum und weit darüber hinaus - in geduldiger Arbeit eine nach Wurzelwörtern geordnete Kartei angelegt, die er ständig erweiterte und verbesserte. Genau wie er, irgendein allgemeines Problem aufgreifend, nicht ruhte, bevor er an die Wurzel gelangt war, so waren es im Bereich der Sprache die 'Urwörter', denen sich sein ganzes Interesse zuwandte. Im Gespräch vergleicht er seine Methodik der Wortforschung oft mit der Tätigkeit des strategischen Geologen (der sich nach 'Leitfossilien' orientiert) oder auch das höchst wandlungsfähige Verhalten eines Wortes mit Vorgängen in der Gesteinsmetamorphose. Mancher Forscher vom Fach weiß sich Ernst Frick für empfangene Anregungen zu Dank verpflichtet.

 

letzte Aktualisierung: 28.03.2009