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Ernst Frick |
Kunstmaler
– Amateur-Archäologe – Urspracheforscher
Biografie
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über Ernst Frick (2008)
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Lebenslauf
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Chronologie
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Bilder
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Fotos
Ausstellung
2006 –
Fotobuch zum 50. Todestag
– Ausstellungen
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Anarchist
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Kontakt
– Gästebuch
Ausstellung vom
11.04. - 17.10.2010
Reiter auf dem Großen Bären
Atelier Otto Niemeyer-Holstein in Lüttenort (Insel Usedom, Ostsee)
Die Frau vom Wahrheitsberg: Hetty Rogantini-De Beauclair
Bücher der IOGG




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Wolfgang Frick
Urheberrecht:
Wikipedia /
Schweizerisches Urheberrecht
Schalensteine
(Separatabdruck aus dem 34. Jahrbuch der Schweizerischen
Gesellschaft für Urgeschichte 1943)
letzte Aktualisierung: 01.07.2010
Ich war mit Ernst Frick sehr gut befreundet.
Er hat mich mit seiner visionären Persönlichkeit sehr beeindruckt!
Efrem Beretta,
Kunstmaler, Monte Verità, Ascona (November 2005)

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Wolfgang Frick
Bosco Gurin, um 1936
Ernst Frick ist der letzte noch nicht gehobene Schatz rund
um Asconas 'Berg der Wahrheit' (Monte Verità)!
Richard Butz, Journalist
und Ernst-Frick-Kenner, St. Gallen (April 2008)
Ernst Frick - ein Stern im Grossen Bär!
Mechthild Schneider-Wand (Gästebuch Museo Epper, 2006)
Ernst Frick und seine Familie waren wunderbare Menschen!
Sie spielten bei uns oft den Weihnachtsmann und bescherten uns mit Geschenken.
Familie Frick-Gross hat grosse Spuren hinterlassen und sie war sehr geschätzt.
Bei den Skivereinsmeisterschaften stifteten sie immer ein schönes Bild von der
Umgebung Bosco Gurin, das sich dann jeweils der Sieger nahm.
Sisto Tomamichel (aufgewachsen in Bosco/Gurin), Losone (Januar,
August und Dezember 2006)
Ich habe eine eindrückliche Erinnerung an Ernst Frick: Er
erzählte mit Leidenschaft und Inbrunst von 'seiner' Keltischen Forschung 'Balla
Drume'.
Hans Christoph Binswanger, St. Gallen (Februar 2005)
An seine Stimme kann ich mich nicht erinnern. Aber ich habe
sein Bild vor mir, unentwegt, wie er bedächtig Schnee schaufelte.
Andreas Fellerer, Wien (Mai 2005)
Ernst Frick war bestimmt kein Standard-Mensch!
... und er war liebenswürdig, galant und sehr zuvorkommend!
Elisabeth Frick-Steiner, Luzern (etwa 1980)
Lieber Herr Frick!
Kommen Sie noch nicht bald? Alle verreist! Und das, was bleibt, befriedigt mich
wenig. Mit wem soll man noch ein vernünftiges Wort sprechen?
Einen herzlichen Gruss von Ihrem Hbch
Ascona (Oktober 1920)
Im Hause des Herrn Frick durfte ich schöne und lehrreiche
Stunden verbringen.
Ich danke Herrn Frick herzlich für die Erzählungen über keltische Kultur und
insbesondere über seine Freude auf dem Balla Drume. Sie haben das Erlebnis des
Balla Drume und seiner Dolmen möglich gemacht.
Amalia Balastèr-Veraguth, Ascona (April1949)
Schon seit jeher lockte mich die markante Höhe des Balla
Drume zum Genuss der Fernsicht. Ich stand auf dem Felsen, ohne zu wissen, auf
welch bedeutsamem historischen Boden ich mich befand. Erst als mein Freund
Ernst Frick, der Erforscher des Balla Drume, durch lebendige Darstellung des
Lebens der Menschen, das schon Jahrtausende zurückliegt, vor meinen Sinnen neu
erstehen liess, wurde mir die Bedeutung dieses Berges bewusst und ich betrete
ihn heute mit einer gewissen Ehrfurcht und mit Staunen über die Anlagen, die
Wohnstätten und Verteidigungswerke, die einen umschlossen.
Ernst Thommen, Oberst, Ascona (Dezember1949)
Ich sah solche Kultstätten in Irland und Wales.
Ich bin überzeugt, dass die liebevollen und sorgfältigen Untersuchungen von
Herrn Frick schon alle wesentlichen Geheimnisse des Balla Drume heraus zaubern
werden.
Zeylmann aus Emmendingen (Datum unbekannt)
Besonderen Dank für deine Notizen und Anregungen zur
Chronik. Ich bin natürlich sehr froh, wenn ich deiner Mitarbeit sicher bin, umso
mehr als du zweifellos in geschichtlichen Dingen weitaus erfahrener und
gewandter bist als ich.
Walter Frick (Bruder), Zürich (Januar 1926)
Herrn Frick erstatte ich hier meinen herzlichen Dank für die
liebenswürdigen Begegnungen, die ich mit ihm im Herbst 1948 und an Ostern 1949
haben durfte. Sie haben das Geheimnis der Anziehungskraft Asconas zugleich in
unerwartetem Sinn erklärt und vertieft.
Wenn der Gastgeber aus seiner Arbeit erzählte, und sich dabei Wort um Wort
verschiedener Zungen zu einer Variation über ein zugrunde liegendes Lautmotiv
unwillkürlich gestaltete, weit auseinander Liegendes unvermutet in seiner
Verwandtschaft offenbarend, konnte man ahnungsvoll das Walten eines umfassenden
Sprachgenius verspüren.
Es war ein überraschendes Erlebnis, solche Schätze einer alten Kultur und
ebenso reife Früchte ihrer Verlebendigung für die Gegenwart unter der
Oberfläche des modern zugkräftigen Kurortes zu finden.
Gian Balaster, Ascona (April 1949)
Herrn Ernst Frick verdanke ich einen unvergesslichen Spaziergang
in der Umgebung des Heidenlochs über Losone im August 1939.
Am meisten hat mir aber seine Sprachwissenschaft gegeben. Tiefe Zusammenhänge
in ansonsten modernen Sprachen aus dem Indogermanischen hergeführt hat er mir
verdeutlicht.
Ich grüsse Herrn Frick diesmal wieder mit freundschaftlichsten Gefühlen und
tiefem Dank in der Hoffnung, ihn nächstes Jahr wieder zu treffen.
Ada H. Hondius (Datum unbekannt)
Ernst Frick war einer der ersten, der die Schönheiten des
Lago Maggiore erkannte.
Münchner Illustrierte (Datum unbekannt)
Ich liebe diese Farben - sie sind wunderschön!
(aus dem Gästebuch, Museo Epper, 2006)
Die Farben, Formen, die Landschaften und Stimmungen sind
wunderbar!
(aus dem Gästebuch, Museo Epper, 2006)
Die Kunst - immer wieder Balsam für die Seele - öffnet den
Geist.
Danke, Ernst Frick!
(aus dem Gästebuch, Museo Epper, 2006)
Eine Synthese von Sachkenntnis und Intuition kommt auch in
Ernst Fricks langjährigen etymologisch-linguistischen Forschungen zum Ausdruck.
Er hatte sich - als Autodidakt - ungewöhnliche Kenntnisse der keltischen
Sprachen erworben und hatte - ursprünglich von der Aufnahme der Orts- und
Flurnamen besonders im Tessin ausgehend, dann aber auch im ganzen Alpenraum und
weit darüber hinaus - in geduldiger Arbeit eine nach Wurzelwörtern geordnete
Kartei angelegt, die er ständig erweiterte und verbesserte. Genau wie er,
irgendein allgemeines Problem aufgreifend, nicht ruhte, bevor er an die Wurzel
gelangt war, so waren es im Bereich der Sprache die 'Urwörter', denen sich sein
ganzes Interesse zuwandte. Im Gespräch vergleicht er seine Methodik der
Wortforschung oft mit der Tätigkeit des strategischen Geologen (der sich nach
'Leitfossilien' orientiert) oder auch das höchst wandlungsfähige Verhalten
eines Wortes mit Vorgängen in der Gesteinsmetamorphose. Mancher Forscher vom
Fach weiss sich Ernst Frick für empfangene Anregungen zu Dank verpflichtet.
Joachim Schröter (Datum unbekannt)
(aus dem Nachruf)
Samstag-Sonntag war also der Kongress der Schweizerischen
Prähistorischen Gesellschaft in Locarno.
Am Samstagabend hielt ich meinen kleinen Vortrag über Balla Drume. Ich sprach,
ohne es zu merken, die doppelte Zeit, und in der Diskussion schob mir der
Präsident, ein Westschweizer, nochmals das Wort zu. Die Sache gefiel ihm und
sie wurde überhaupt gut aufgenommen.
Ich bin sehr froh, dass ich meine Arbeiten über Balla Drume zu einem gewissen
Abschluss brachte und mich zum Worte meldete - trotzdem mich niemand eingeladen
hatte und ich allerlei Widerstände erwartete.
Ernst Frick (an Bruder Heinrich Frick) (Juli 1947)
Meine Erfolge in der Öffentlichkeit sind bescheiden. Hin und
wieder lese ich meinen Namen in fremden oder hiesigen Kunstzeitschriften. An
Ausstellungen beteilige ich mich selten und - meines Wissens besitzt keine
Galerie ein Bild von mir. Nur das ist mein Rekord!
Reportage 'Grosser Bär' (in der Illustrierten 'SIE UND ER',
1937)
Im Herbst 1943 begaben wir uns endlich nach Ascona, wo uns
Herr Frick lebhaft begrüsste und uns sofort nach dem Ort seiner Entdeckung
führte.
Der Entdeckung Fricks kommt eine ganz besondere Bedeutung zu.
Die Entdeckung einer so gewaltigen urgeschichtlichen Befestigung kann für die
ganze mitteleuropäische Forschung gar nicht überschätzt werden.
Karl Teller-Tarnuzzer, Sekretär (1943)
(aus dem Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Urgeschichte)
Es gibt keinen vernünftigen Grund, Maler zu werden, also
auch keine verstandesmässige Erklärung. Die Malerei - bildhafte Vorstellung und
die Liebhaberei dafür - besteht seit Urzeiten und ist so wenig wie die Sprache
aus der Geschichte der Menschen wegzudenken. Die wahre Bestimmung zur Malerei
kommt deshalb aus dem Unergründlichen, und ein Grund zum Malen besteht darin,
das darzustellen, was nicht zu sagen ist.
Unter der grossen Zahl meiner väterlichen Vorfahren ist einer in der Mitte des
sechzehnten Jahrhunderts, der Glasmaler war. Dass meine Bilder an Glasmalerei
erinnern, ist mir schon vorgeworfen worden. In der Tat sind in meinen Bildern
Farbe und Transparenz betont, die Zeichnung Begleitung und Stütze der Farbe,
auch in der reinen Zeichnung, besser Hell-Dunkel, woraus mein erster
Zusammenstoss mit meinem ersten Schullehrer entstanden ist.
Gezeichnet habe ich von Kind auf. Ich glaube, Buch- und Zeitungsillustrationen,
deren Studium ich heute noch interessant finde.
Als ich vierzehn Jahre alt war, starb mein Vater - und damit begann meine
Laufbahn in der Werkstatt mit harter Arbeit. Das muss ich zu meinen
wesentlichen Lehrjahren rechnen. Ich wurde dann fast dreissig Jahre alt, bis
ich über meine künstlerische Karriere entscheiden konnte. Ich hatte nie die
Idee, eine Akademie zu besuchen. Schule und Büchern verdanke ich manches, das
meiste aber schaffenden Menschen, dem Kontakt mit Künstlern und ihren Ateliers
mit all ihren Problemen im Ausland und in der Schweiz.
Schliesslich habe ich mein Hauptdomizil in Ascona, im lichterfüllten Tessin,
genommen. Und die Berge der Valle Maggia mit ihrer Lebensnähe und
Urweltlichkeit sind meine bevorzugten Anschauungsgebiete.
Ich stelle selten aus, habe daher keinen grossen öffentlichen Erfolg, tue auch
sonst recht wenig dazu. Es sind aber doch viele Bilder, über Europa zerstreut,
in freundlicher Obhut.
Ernst Frick, Ascona (August 1947)