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Ernst Frick
1881 – 1956

 

  

 Kunstmaler – Amateur-Archäologe – Urspracheforscher
 
 
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Ausstellung vom 11.04. - 17.10.2010
Reiter auf dem Großen Bären
Atelier Otto Niemeyer-Holstein in Lüttenort (Insel Usedom, Ostsee)

Die Frau vom Wahrheitsberg: Hetty Rogantini-De Beauclair

Bücher der IOGG


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Urheberrecht: Wikipedia / Schweizerisches Urheberrecht

Schalensteine
(Separatabdruck aus dem 34. Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Urgeschichte 1943)

letzte Aktualisierung: 01.07.2010

Ich war mit Ernst Frick sehr gut befreundet.
Er hat mich mit seiner visionären Persönlichkeit sehr beeindruckt!
Efrem Beretta, Kunstmaler, Monte Verità, Ascona (November 2005)


© Copyright by Wolfgang Frick
Bosco Gurin, um 1936

Ernst Frick ist der letzte noch nicht gehobene Schatz rund um Asconas 'Berg der Wahrheit' (Monte Verità)!
Richard Butz, Journalist und Ernst-Frick-Kenner, St. Gallen (April 2008)

Ernst Frick - ein Stern im Grossen Bär!
Mechthild Schneider-Wand (Gästebuch Museo Epper, 2006)

Ernst Frick und seine Familie waren wunderbare Menschen!
Sie spielten bei uns oft den Weihnachtsmann und bescherten uns mit Geschenken.
Familie Frick-Gross hat grosse Spuren hinterlassen und sie war sehr geschätzt.
Bei den Skivereinsmeisterschaften stifteten sie immer ein schönes Bild von der Umgebung Bosco Gurin, das sich dann jeweils der Sieger nahm.
Sisto Tomamichel (aufgewachsen in Bosco/Gurin), Losone (Januar, August und Dezember 2006)

Ich habe eine eindrückliche Erinnerung an Ernst Frick: Er erzählte mit Leidenschaft und Inbrunst von 'seiner' Keltischen Forschung 'Balla Drume'.
Hans Christoph Binswanger, St. Gallen (Februar 2005)

An seine Stimme kann ich mich nicht erinnern. Aber ich habe sein Bild vor mir, unentwegt, wie er bedächtig Schnee schaufelte.
Andreas Fellerer, Wien (Mai 2005)

Ernst Frick war bestimmt kein Standard-Mensch!
... und er war liebenswürdig, galant und sehr zuvorkommend!
Elisabeth Frick-Steiner, Luzern (etwa 1980)

Lieber Herr Frick!
Kommen Sie noch nicht bald? Alle verreist! Und das, was bleibt, befriedigt mich wenig. Mit wem soll man noch ein vernünftiges Wort sprechen?
Einen herzlichen Gruss von Ihrem Hbch

Ascona (Oktober 1920)

Im Hause des Herrn Frick durfte ich schöne und lehrreiche Stunden verbringen.
Ich danke Herrn Frick herzlich für die Erzählungen über keltische Kultur und insbesondere über seine Freude auf dem Balla Drume. Sie haben das Erlebnis des Balla Drume und seiner Dolmen möglich gemacht.

Amalia Balastèr-Veraguth, Ascona (April1949)

Schon seit jeher lockte mich die markante Höhe des Balla Drume zum Genuss der Fernsicht. Ich stand auf dem Felsen, ohne zu wissen, auf welch bedeutsamem historischen Boden ich mich befand. Erst als mein Freund Ernst Frick, der Erforscher des Balla Drume, durch lebendige Darstellung des Lebens der Menschen, das schon Jahrtausende zurückliegt, vor meinen Sinnen neu erstehen liess, wurde mir die Bedeutung dieses Berges bewusst und ich betrete ihn heute mit einer gewissen Ehrfurcht und mit Staunen über die Anlagen, die Wohnstätten und Verteidigungswerke, die einen umschlossen.
Ernst Thommen, Oberst, Ascona (Dezember1949)

Ich sah solche Kultstätten in Irland und Wales.
Ich bin überzeugt, dass die liebevollen und sorgfältigen Untersuchungen von Herrn Frick schon alle wesentlichen Geheimnisse des Balla Drume heraus zaubern werden.

Zeylmann aus Emmendingen (Datum unbekannt)

Besonderen Dank für deine Notizen und Anregungen zur Chronik. Ich bin natürlich sehr froh, wenn ich deiner Mitarbeit sicher bin, umso mehr als du zweifellos in geschichtlichen Dingen weitaus erfahrener und gewandter bist als ich.
Walter Frick (Bruder), Zürich (Januar 1926)

Herrn Frick erstatte ich hier meinen herzlichen Dank für die liebenswürdigen Begegnungen, die ich mit ihm im Herbst 1948 und an Ostern 1949 haben durfte. Sie haben das Geheimnis der Anziehungskraft Asconas zugleich in unerwartetem Sinn erklärt und vertieft.
Wenn der Gastgeber aus seiner Arbeit erzählte, und sich dabei Wort um Wort verschiedener Zungen zu einer Variation über ein zugrunde liegendes Lautmotiv unwillkürlich gestaltete, weit auseinander Liegendes unvermutet in seiner Verwandtschaft offenbarend, konnte man ahnungsvoll das Walten eines umfassenden Sprachgenius verspüren.
Es war ein überraschendes Erlebnis, solche Schätze einer alten Kultur und ebenso reife Früchte ihrer Verlebendigung für die Gegenwart unter der Oberfläche des modern zugkräftigen Kurortes zu finden.

Gian Balaster, Ascona (April 1949)

Herrn Ernst Frick verdanke ich einen unvergesslichen Spaziergang in der Umgebung des Heidenlochs über Losone im August 1939.
Am meisten hat mir aber seine Sprachwissenschaft gegeben. Tiefe Zusammenhänge in ansonsten modernen Sprachen aus dem Indogermanischen hergeführt hat er mir verdeutlicht.
Ich grüsse Herrn Frick diesmal wieder mit freundschaftlichsten Gefühlen und tiefem Dank in der Hoffnung, ihn nächstes Jahr wieder zu treffen.

Ada H. Hondius (Datum unbekannt)

Ernst Frick war einer der ersten, der die Schönheiten des Lago Maggiore erkannte.
Münchner Illustrierte (Datum unbekannt)

Ich liebe diese Farben - sie sind wunderschön!
(aus dem Gästebuch, Museo Epper, 2006)

Die Farben, Formen, die Landschaften und Stimmungen sind wunderbar!
(aus dem Gästebuch, Museo Epper, 2006)

Die Kunst - immer wieder Balsam für die Seele - öffnet den Geist.
Danke, Ernst Frick!

(aus dem Gästebuch, Museo Epper, 2006)

Eine Synthese von Sachkenntnis und Intuition kommt auch in Ernst Fricks langjährigen etymologisch-linguistischen Forschungen zum Ausdruck. Er hatte sich - als Autodidakt - ungewöhnliche Kenntnisse der keltischen Sprachen erworben und hatte - ursprünglich von der Aufnahme der Orts- und Flurnamen besonders im Tessin ausgehend, dann aber auch im ganzen Alpenraum und weit darüber hinaus - in geduldiger Arbeit eine nach Wurzelwörtern geordnete Kartei angelegt, die er ständig erweiterte und verbesserte. Genau wie er, irgendein allgemeines Problem aufgreifend, nicht ruhte, bevor er an die Wurzel gelangt war, so waren es im Bereich der Sprache die 'Urwörter', denen sich sein ganzes Interesse zuwandte. Im Gespräch vergleicht er seine Methodik der Wortforschung oft mit der Tätigkeit des strategischen Geologen (der sich nach 'Leitfossilien' orientiert) oder auch das höchst wandlungsfähige Verhalten eines Wortes mit Vorgängen in der Gesteinsmetamorphose. Mancher Forscher vom Fach weiss sich Ernst Frick für empfangene Anregungen zu Dank verpflichtet.
Joachim Schröter (Datum unbekannt)
(aus dem Nachruf)

Samstag-Sonntag war also der Kongress der Schweizerischen Prähistorischen Gesellschaft in Locarno.
Am Samstagabend hielt ich meinen kleinen Vortrag über Balla Drume. Ich sprach, ohne es zu merken, die doppelte Zeit, und in der Diskussion schob mir der Präsident, ein Westschweizer, nochmals das Wort zu. Die Sache gefiel ihm und sie wurde überhaupt gut aufgenommen.
Ich bin sehr froh, dass ich meine Arbeiten über Balla Drume zu einem gewissen Abschluss brachte und mich zum Worte meldete - trotzdem mich niemand eingeladen hatte und ich allerlei Widerstände erwartete.

Ernst Frick (an Bruder Heinrich Frick) (Juli 1947)

Meine Erfolge in der Öffentlichkeit sind bescheiden. Hin und wieder lese ich meinen Namen in fremden oder hiesigen Kunstzeitschriften. An Ausstellungen beteilige ich mich selten und - meines Wissens besitzt keine Galerie ein Bild von mir. Nur das ist mein Rekord!
Reportage 'Grosser Bär' (in der Illustrierten 'SIE UND ER', 1937)

Im Herbst 1943 begaben wir uns endlich nach Ascona, wo uns Herr Frick lebhaft begrüsste und uns sofort nach dem Ort seiner Entdeckung führte.
Der Entdeckung Fricks kommt eine ganz besondere Bedeutung zu.
Die Entdeckung einer so gewaltigen urgeschichtlichen Befestigung kann für die ganze mitteleuropäische Forschung gar nicht überschätzt werden.

Karl Teller-Tarnuzzer, Sekretär (1943)
(aus dem Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Urgeschichte)

Es gibt keinen vernünftigen Grund, Maler zu werden, also auch keine verstandesmässige Erklärung. Die Malerei - bildhafte Vorstellung und die Liebhaberei dafür - besteht seit Urzeiten und ist so wenig wie die Sprache aus der Geschichte der Menschen wegzudenken. Die wahre Bestimmung zur Malerei kommt deshalb aus dem Unergründlichen, und ein Grund zum Malen besteht darin, das darzustellen, was nicht zu sagen ist.
Unter der grossen Zahl meiner väterlichen Vorfahren ist einer in der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, der Glasmaler war. Dass meine Bilder an Glasmalerei erinnern, ist mir schon vorgeworfen worden. In der Tat sind in meinen Bildern Farbe und Transparenz betont, die Zeichnung Begleitung und Stütze der Farbe, auch in der reinen Zeichnung, besser Hell-Dunkel, woraus mein erster Zusammenstoss mit meinem ersten Schullehrer entstanden ist.
Gezeichnet habe ich von Kind auf. Ich glaube, Buch- und Zeitungsillustrationen, deren Studium ich heute noch interessant finde.
Als ich vierzehn Jahre alt war, starb mein Vater - und damit begann meine Laufbahn in der Werkstatt mit harter Arbeit. Das muss ich zu meinen wesentlichen Lehrjahren rechnen. Ich wurde dann fast dreissig Jahre alt, bis ich über meine künstlerische Karriere entscheiden konnte. Ich hatte nie die Idee, eine Akademie zu besuchen. Schule und Büchern verdanke ich manches, das meiste aber schaffenden Menschen, dem Kontakt mit Künstlern und ihren Ateliers mit all ihren Problemen im Ausland und in der Schweiz.
Schliesslich habe ich mein Hauptdomizil in Ascona, im lichterfüllten Tessin, genommen. Und die Berge der Valle Maggia mit ihrer Lebensnähe und Urweltlichkeit sind meine bevorzugten Anschauungsgebiete.
Ich stelle selten aus, habe daher keinen grossen öffentlichen Erfolg, tue auch sonst recht wenig dazu. Es sind aber doch viele Bilder, über Europa zerstreut, in freundlicher Obhut.

Ernst Frick, Ascona (August 1947)